Moderne Klänge und flotte Marschmusik
Mit einer großen Bandbreite an Repertoire wartete die Burgbernheimer Stadtkapelle bei ihrem Frühlingskonzert auf
Burgbernheim – „Viva la Musica. Es lebe die Musik!“ – ein freudiger Ausruf, um Musik gebührend zu würdigen. Worte, die wie ein Magnet wirken, Menschen anziehen und für besondere Augenblicke zusammenbringen. Genau so war es beim jährlichen Höhepunkt der Stadtkapelle Burgbernheim: dem Frühlingskonzert. Eine Veranstaltung, die nicht nur mit einzigartigen Melodien – von der Operette bis hin zur schwungvollen Marschmusik – überzeugte, sondern auch mit Musikerinnen und Musikern, die vom Anfang bis zum Ende mit Begeisterung bei der Sache waren und ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellten. Die Zufriedenheit war groß – nicht zuletzt, weil rund 400 Zuschauerinnen und Zuschauer den Weg in die Veranstaltung fanden. Unter ihnen befanden sich auch Bürgermeister Matthias Schwarz sowie zahlreiche Ehrenmitglieder. Schon bei der Begrüßung zauberte diese Kulisse dem Vorsitzenden Markus Pfeiffer ein Lächeln ins Gesicht – ein Lächeln, das bis zum tosenden Schlussapplaus nicht mehr wich.
Dass der Abend mit flotter Marschmusik begann, überraschte nicht. Den Auftakt machte „Neue Welt“, der zweite Teil einer Trilogie von Alexander Pfluger. Wechsel zwischen ruhigen und kraftvollen Passagen sowie zwischen Dur und Moll sorgten für musikalische Spannung. Musikalisch ging es anschließend mit dem Militärmarsch „O Vitinho“ von Francisco Marques Neto nach Portugal. In die „Welt des Orients“ entführte das Stück „Aladdin“, basierend auf dem gleichnamigen Disney-Musical. Mit interessanten Hintergrundinformationen bereicherten die Moderatorinnen Veronika Ehrmann, Lea Geißendörfer und Anne Schmidt das Programm. So erfuhren die Gäste beispielsweise, dass die Polka „Im Wäldchen“ von Karel Sejk zu den bekanntesten Werken gehört und auch von Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten gespielt wurde.
Dass Blasmusik nicht nur aus „Blech“, sondern auch aus „Holz“ besteht, bewiesen Karin Arlt und ihre Mitspieler eindrucksvoll mit „Song for Little Jenny“. Bis zur Pause führte das Programm weiter in unterschiedliche musikalische Welten: „Hernandos Hideaway“ entführte in schummrige Tanzlokale, während „Die Fledermaus“ von Johann Strauß die Zuhörer in die elegante Wiener Operettenwelt mitnahm.
Mit bekannten Melodien von Glenn Miller starteten Dirigent Dr. Peter Kamleiter und sein Ensemble in die zweite Konzerthälfte. Es folgten unter anderem der Konzertmarsch „Claude’s Aperi Aures“ von Florian Blöch sowie „Wenn zwei Herzen fragen“ von Karl Valdauf, das gefühlvolle Akzente setzte. Eine musikalische Reise führte über den „Großen Teich“ nach Amerika – mit Stücken wie „Oregon“ und Themen aus dem „Wilden Westen“. Mit „A Tribute to Amy Winehouse“ erinnerte die Stadtkapelle an eine der prägendsten Soulstimmen der modernen Musikgeschichte. Der Song „September“ griff schließlich Erinnerungen an eine verliebte Nacht in diesem Monat auf. Mit der Polka „Mein Leben ist die Blasmusik“ von Christoph Glantschnig endete der offizielle Teil des Konzerts. Was folgte, waren stehende Ovationen. Die begeisterten Zuhörer forderten lautstark Zugaben – eine Bitte, der die Musikerinnen und Musiker selbstverständlich gerne nachkamen.
Bild & Text Helmut Meixner